Apps sind vorbei – oder doch nicht?

20.07.16, 09:21

Auf gründerszene.de haben sich zwei Experten über die Zukunft von Apps „gestritten“. Während Frank Schmiechen das baldige Ende von Apps vorhersieht, widerspricht ihm Christian Henschel. Er sieht weiterhin steigende Umsätze, erzielt über Apps.

Schmiechen sieht vor allem die riesige Zahl von Apps, die laufend die Stores überfüllen. Für den User sei es sehr schwierig, überhaupt auf die richtige App zu stossen, meint er. Viel hilfreicher sind die Ratschläge von Freunden und Bekannten, da weiss man, was man hat! Laut Schmiechen ist auch der Anmeldeprozess bei den Apps störend. Und die Mehrzahl der heruntergeladenen Apps fristet dann ein ungenutztes Leben im App-Friedhof. Schmiechen sieht die Zukunft in einem Helferlein, mit dem vieles oder gar alles erledigt werden kann. Als Beispiel erwähnt er WeChat aus China. So lassen sich über diesen Messenger Flüge oder Bahnbillete buchen und auch gleich bezahlen. Der digitale Butler hilft uns, den Alltag besser zu bewältigen. Nicht verwunderlich, dass auch Mark Zuckerberg auf die sog. Bots setzt und den Facebook-Messenger als zukünftige Zentrale sieht.

Henschel spricht hingegen von einer weiterhin brillanten Zukunft der Apps. Er argumentiert vor allem mit den heute via Apps erzielten Umsätzen. So erwähnt er Uber. Dort werden die Buchungen und Zahlungen nur über die App getätigt. Henschel plädiert in diesem Zusammenhang für eine neue „Währung“ bei der Beurteilung des Erfolges von Apps. Die Downloads sagen nichts über den Erfolg aus. Vielmehr geht es darum, wie aktiv die User sind und welche Umsätze über die Apps generiert werden.