Hololens von Microsoft oder Google Tango?

02.08.16, 15:52

Microsoft bringt Hololens, wo Zeitpunkt der Lancierung und auch der Preis noch nicht bekannt sind. Wer sich als Entwickler ein solches Gerät leisten will, muss im Moment noch 3’000 Franken auf den Tisch legen. Gegenüber anderen Virtual Reality-Headsets bietet Hololens ein ganz anderes Erleben. Hololens weist für jedes Auge ein durchsichtiges Display auf und macht es möglich, dass die virtuelle mit der realen Welt verschmilzt. Hololens ist ein vollwertiger Computer, der die Umgebung dreidimensional analysiert. Gesteuert wird das Teil per Sprache oder mit Gesten. So genügt es, mit dem erhobenen Zeigefinger in die Luft zu klicken und schon ist der Roboter abgeschossen.

Einen anderen Weg geht Google. Mit Tango wollen sie die Fähigkeiten von Smartphones nutzen, die Umgebung zu erkennen und dreidimensional zu vermessen. Lenovo lanciert im Herbst das bisher einzige sehende Smartphone. Damit wollen sie eine technologische Revolution auslösen. Im Lenovo Phab 2 Pro ist die Technologie Google Tango eingebaut, an deren Entwicklung die ETH Zürich an vorderster Front dabei war. Für die Navigation werden heute Satelliten und GPS eingesetzt. Dies funktioniert gut draussen, doch in einem Innenraum ist der Einsatz nicht möglich. Hier kommt nun Tango ins Spiel. Das Phab 2 Pro verwendet eine Videokamera als Auge und Räume werden zusätzlich mit Bewegungs- und Tiefensensoren vermessen. Durchs das Setzen von Referenzpunkten ist jederzeit klar, wo sich das Gerät im Raum befindet und wie es sich darin bewegt. Das neue Smartphone vermisst die Umwelt ohne Zeitverzögerung und liefert am Schluss eine dreidimensionale Karte des Raumes. Und dies alles ohne GPS. Eine sinnvolle Anwendung von Tango ergibt sich für die Immobilienwirtschaft. Mit dem Lenovo Phab 2 Pro lässt sich ein 3D-Modell der Wohnung oder des Hauses erstellen. Dann können die Räume mit Möbeln ausgestattet oder die Wandfarben geändert werden.