Sind VR-Brillen mehr als Spielerei?

15.10.16, 18:43

Wer sich in die neue Welt von Virtual Reality wagen will, steigt am besten über 360-Grad-Videos ein. Solche Filme lassen sich auch mit dem Smartphone oder auf dem Desktop betrachten. Die volle Wirkung wird aber erst erzielt mit einer Pappbrille oder einer Datenbrille.

Das Genfer Unternehmen Kenzan Studios macht die Besteigung des K2, des zweithöchsten Berges der Welt, in 360 Grad möglich. Coop setzt für die Personalrekrutierung 360-Grad-Videos eines Supermarktes, Restaurants und Logistikzentrums ein. Damit will sich Coop bei den Jungen in Szene setzen. Auch für die Immobilienbranche ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten. Wer eine neue Wohnung besichtigen will, bewegt sich mit der VR-Brille direkt in den neuen Räumen. Dieses Raumgefühl lässt sich nicht mit normalen Fotos oder Videos erzielen.

In der Schweiz bieten verschiedene Startups Lösungen an. Mindmaze in Lausanne ist im Medizinalbereich tätig und soll inzwischen mehr als 1 Milliarde Dollar wert sein. Aber auch Bitforge aus Zürich fällt auf mit spektakulären Lösungen wie die Gottardo-App oder der Nachbau einer grossen Industrieanlage.

Vergleichen wir Datenbrillen:

Google Cardboard ist die einfachste und billigste Lösung. Bereits mit 5 Franken kann die Papierversion gekauft werden, Plastik kostet 25 Franken. Samsung Gear VR ist für 100 Franken zu haben, allerdings ohne Smartphone. HTC Vive ist per Kabel mit einem Computer verbunden. Dies hat allerdings seinen Preis: rund 1000 Franken. Auch Microsoft mischt mit HoloLens mit. Diese Brille ist im Moment nur in den USA erhältlich.