Virtual Reality – was braucht es dazu?

29.06.16, 08:36

Das Eintauchen in die virtuelle Welt verlangt besondere Wiedergabegeräte, sog. VR-Brillen. Dank dieser VR Brillen kann der Nutzer mit dem PC, einer Konsole oder dem Smartphone in die virtuelle Welt abtauchen. Bekannt sind Produkte wie Oculus Rift, HTC Vive, Sony PlayStation VR, Google Cardboard, Samsung Gear, Zeiss VR One.

Wie immer bei elektronischen Spielzeugen steht der Nutzer ratlos vor dem umfangreichen Angebot. Auf was muss ich beim Kauf achten? Welche Brille ist die Beste? Wie viel Geld will ich ausgeben? Zuerst muss sich der Käufer also klar werden, wofür er die VR Brille braucht und was er damit machen will. Vergleiche im Internet können dann weiterhelfen, die passende VR Brille zu finden.

Ein Unterscheidungsmerkmal liegt beim Display. Geräte wie Oculus Rift verfügen über ein eigenes Display, während bei der Google Cardboard das Smartphone eingeschoben und als Display genutzt wird. Weitere Unterschiede liegen beim Preis, dem Sichtfeld und der Korrekturmöglichkeiten, der Bild- und Tonqualität, der Auflösung des Displays.

Das Einsteigermodell Google Cardboard ist für unter 20 Franken zu haben. Im oberen Bereich bewegen sich Geräte wie Oculus Rift oder HTC Vive, die gegen 1’000 Franken kosten.

Nicht vergessen darf man die Zusatzausrüstungen wie 3D-Maus, Datenhandschuh, Flystick. Bei verschiedenen Eingabegeräten wird die Kraft zurück auf die Hände oder Körperteile geleitet. Dadurch verstärken sich die Eindrücke in der dreidimensionalen Welt. Auch das omnidirektionale Laufband zählt dazu. Auf diesem Band wird das Gehen in der virtuellen Welt durch wirklich ausgeführte Bewegungen gesteuert.

Damit eine virtuelle Welt entstehen kann, braucht es besondere Software. Wichtig ist die grosse Rechnerleistung, müssen doch komplexe dreidimensionale Welten in Echtzeit und in Stereo berechnet werden. Echtzeit heisst mindestens 25 Bilder pro Sekunde, während Stereo für linkes und rechtes Auge steht.

Für die Modellierung von dreidimensionalen, virtuellen Objekten werden Programme wie Maya, 3D Studio Max, Blender, SketchUp, Softimage XSI, Cinema 4D, Lightwave3D und andere CAD- oder 3D-Programme verwendet. Zusätzliche Software wird für die Bild- und Tonbearbeitung benötigt. Um die dort modellierten Objekte zu interaktiven Simulationen zusammenzusetzen, nutzt man Autorensysteme, wie z. B. World Tool Kit oder World Up. Zur Darstellung von interaktiven, grafischen 3D-Szenen im Internet dient die Computersprache VRML/X3D.